Head oft the river 2014 in Amsterdam – zu zehnt im Achter
Auch dieses Jahr waren wir wieder am Start auf der Amstel:
Der Frauenachter um Steuermann Andy Erdmann, den meisten als Erbse bekannt und Schlagfrau Ann-Kristin Teichler. Diesmal mit sieben (+½ Passagier) Frauen vom BSC und einer 1882erin. Andy und Jasper haben uns den Herbst und Winter über getriezt, sodass wir uns gut vorbereitet fühlten und uns auf die acht Kilometer nahezu gefreut haben.
Sonntagmorgen bei grandiosem Sonnenschein gingen wir an den Start und konnten schon nach knapp einem Kilometer das erste gegnerische Boot überholen. Gefühlt hätten dort die acht Kilometer schon erreicht sein können…
Einen Hagelschauer und etliche Meter weiter hat Andy uns am nächsten Boot vorbeigebrüllt und innerlich wurde schon gejubelt. Die Ansage „gleich sind wir dran“ sorgte dann ob der bereits eingetretenen Hirnlosigkeit zuerst nur für wenig Verwirrung, bis wir merkten, dass neben uns ein weiterer Achter auftauchte. Mittlerweile hörten wir dann auch nicht nur unseren Steuermann, sondern dazu noch den der Niederländerinnen sowie etliche Fahrradbegleitungen auf beiden Seiten der Amstel. Hier besonderen Dank an Detlef Frobese!
Zwei Kilometer waren noch zu bewältigen und auf denen wollte natürlich keine von uns auch nur einen Zentimeter des erkämpften Vorsprungs wiederhergeben. Irgendwie hat’s geklappt und wir sind vor den Holländerinnen ins Ziel gekommen!
Zufrieden mit uns und unserem Ergebnis (12/36 ges., 5/12 Altersklasse C, schnellster deutscher Frauenachter/3) stand für alle fest, dass es ein wirklich schönes und erfolgreiches Wochenende war und wir 2015 gerne wieder dabei wären.
(Text: Nina Conrad/Bild: Detlef Frobese)
Head of the Amstel 2014 (Masters C- Achter)
Und täglich grüßte das Murmeltier, oder wie sich, wenn man die letzten Jahre vergleicht, die Startvorbereitungen ähneln.
Die Euphorie ist wie immer groß, wenn zum Jahresende sich die Freiwilligen in die Trainingsliste eintragen und für die Regatta anmelden. Die angemeldete Mannschaftsgröße suggerierte, dass selbst krankheitsbedingte Ausfälle locker verwunden werden können. Das Wetter in diesem Winter war uns ebenfalls wohl gesonnen, Amsterdam wir kommen.
Doch zu früh gefreut, wie schon in den Jahren zuvor, waren viele von uns familiär oder beruflich sehr eingespannt. Und als ob diese Gründe nicht reichen, kamen auch noch krankheitsbedingte Ausfälle hinzu. Somit war es uns sage und schreibe nur einmal, eine Woche vor dem Rennen, vergönnt mit der gemeldeten Mannschaft zu trainieren. Doch dieses soll keine Ausrede sein.
Die Anreise nach Amsterdam fand wie immer am Samstag statt. Das Hotel Wyndham Apollo direkt gegenüber vom Roei- en Zeilvereiniging de Amstel ist sehr schön gelegen und erlaubt direkten Blick auf den Verein.
Aufgrund von Brückenbauarbeiten, wurde der Rennablauf verändert, und einige der Rennen fanden bereits am Samstag statt. Dadurch hatten wir das Glück, dass wir die Rennen unserer beiden Vereinsachter (E-Achter, H-Achter) ansehen konnten. Zugegeben nur durch das Zusehen von der Brücke steigt der Puls. Obendrein wurde wir Zeugen wie ein Achter nahezu ungebremst gegen einen Brückenpfeiler fuhr. Verletzt wurde zum Glück niemand, aber das Boot wurde schwer getroffen. Das knirschende Geräusch habe ich noch heute im Ohr.
Nun sollte eigentlich, nachdem beide Achter angelegt hatten, unser Training stattfinden, aber wie schon in der Vorbereitungsphase waren wir auch heute vom Pech verfolgt. Erst musste Tilmann Conrad krankheitsbedingt absagen. Er war zwar mit angereist, aber sein Zustand ließ weder eine Trainingsfahrt noch ein Rennen zu. Doch leider war der Achter Poliboy II nicht mehr ruderbar. Beim Anlegen wurde ein Ausleger derart getroffen, dass das Boot nicht mehr genutzt werden konnte. Zum Glück waren aber zwei BRV82 Achter verfügbar, so dass wir in SOL umsteigen konnten.
Der gemeinsame Abend beim Italiener mit mehr als 50 Bremer Ruderern war ein sehr schönes Event. Hier nochmals ein Danke Schön an die Organisatorin Nina Conrad.
Der nächste Morgen war wie jedes Jahr wunderbar. Ein Logenplatz beim Frühstück mit Blick auf viele startende Boote, das ist etwas Besonderes. Lediglich getrübt durch die ansteigende Aufregung vor dem Rennen. Nun kam leichter Neid auf diejenigen auf, die es bereits hinter sich hatten. Nur ca. 4 Stunden vor dem Start musste ein Plan her, wer Tilmanns Platz einnimmt. Da die Anzahl der Ruderwilligen überschaubar war, blieb als einzige Lösung Tammo über, der bereits am Samstag die Trainingsfahrt mitgemacht hatte. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an Tammo.
Um es vorweg zu nehmen, wir waren mit uns und unserem Rennen zufrieden. Das Boot lief gut, alle waren gut dabei. Unter anderem verstand unsere Steuerfrau Alina uns im richtigen Augenblick zu motivieren. Sei es durch zehn Konzentrationsschläge, die immer angefordert wurden, aber auch die Ankündigung, dass wir gleich ein Boot überholen werden. Dieses Erlebnis war uns sogar zweimal vergönnt.
lles in Allem, trotz der widrigen Voraussetzungen, ein tolles Wochenende zum Saisonauftakt. Die Tatsache, dass es uns gelingt so viele 82er zu motivieren ist toll. Seit mehreren Jahren starten wir dort mit drei Masters Achtern und mehreren Vierern. Ein Ziel für 2015 könnte sein, mit vier Achtern zu starten. Mögen die Vorbereitungen beginnen.
(Text: Thorsten Thielbar/Bilder: Guido Claessens/Merijn Soeters)
Masters H-Achter in Amsterdam
Im Vorfeld der Langstreckenregatta in Amsterdam am 22. / 23.03.2014 musste unser 70iger Achter einige Umbesetzungen vornehmen. Aus gesundheitlichen und urlaubsbedingten Gründen konnten Uwe Rauer, Rolf Stuchtey sowie Hermann Meyer-Richtering mit unserer Steuerfrau Bothilde an der Regatta nicht teilnehmen.
So wurde Martin Pappenfuss, mit 78 Jahren der älteste in unserem Achter noch einmal reaktiviert, denn eigentlich wollte er keine Regatten mehr fahren. Zusätzlich stießen mit Peter Lange vom Bremerhavener Ruderverein und Olaf Krause-Schilling vom Vegesacker Ruderverein zwei schlagkräftige Ruderer zu uns, die mit der Restmannschaft bestehend aus Thomas Achelis, Herbert Böttcher, Eberhard Hinze, Karsten Zill sowie Schlagmann Lutz Dirks vier Wochen vor Amsterdam das gemeinsame Training aufnahmen. Nach anfänglichen Stabilitätsproblemen fand der Achter immer besser zusammen, so dass wir optimistisch der Regatta in Amsterdam entgegensahen.
In Amsterdam lernten wir dann unseren Steuermann Simon kennen, einen Holländer, den Thomas mit seinem unendlichen Netzwerk organisiert hatte. Schon bei der Fahrt zum Start merkten wir, dass Thomas einen sehr erfahrenen Steuermann engagiert hatte. Zuverlässig mit Unterstützung unseres Schlagmannes Lutz steuerte Simon uns durch das übliche Startgewusel.
Das Rennen selbst begannen wir mit einer Schlagzahl von 29 bis 30. Da der Wind immer achterlicher als quer ab kam, konnten wir immer eine Schlagzahl um die 28 halten. Aus den nach uns gestarteten Mannschaften überholte uns nur ein Achter, der aber einer jüngeren Altersgruppe angehörte. Mit einem guten Rhythmus konnten wir die nach uns gestarteten Boote auf Distanz halten. Mit einem gelungenen Endspurt erreichten wir nach selbst gestoppten 31,30 Minuten für die knapp 8 Kilometer das Ziel.
Zufrieden mit unserem Rennen konnten wir die Heimreise antreten, zumal unsere offizielle Zeit mit 31,13 Minuten noch besser war, wir in unserer Altersgruppe von 6 Booten Dritter geworden waren, und es uns gelungen war, eine etwas bessere Zeit zu erreichen als unser 55iger Achter.
(Text: Karsten Zill/Bild: Peter Lange)
